#20 Zuhause im Elternsein - Je mehr wir beruhigen wollen, desto weniger beruhigen sich unsere Kinder
Shownotes
20 Zuhause im Elternsein - Je mehr wir beruhigen wollen, desto weniger beruhigen sich unsere Kinder
Was, wenn wir unsere Kinder gar nicht beruhigen müssen? In dieser Folge nehme ich dich mit in eine Kita, in der ein etwa einjähriges Kind trotz einer liebevollen und ausführlichen Eingewöhnung immer wieder stundenlang geweint hat. Die Fachpersonen hatten bereits vieles versucht: Körperkontakt, Streicheln, Wiegen, verschiedene Orte und trotzdem kam das Kind nicht zur Ruhe. Gemeinsam schauen wir darauf, warum aktives Beruhigen manchmal genau das Gegenteil bewirken kann. Denn wenn das Nervensystem eines Kindes aktiviert ist, braucht es nicht noch mehr Bewegung und noch mehr Möglichkeiten. Es braucht Sicherheit, Ruhe und einen Erwachsenen, der selbst in dieser Ruhe bleiben kann. Ich erzähle, wie wir in der Kita die Bedingungen verändert haben: einen ruhigen Ort geschaffen, Bewegung reduziert und aufgehört haben, das Weinen unbedingt stoppen zu wollen. Stattdessen ging es darum, das Kind in seinem Weinen zu begleiten und ihm zu vermitteln: Hier ist es sicher. Du darfst hier sein. Und dann passiert etwas Entscheidendes: Das Kind beruhigt sich von selbst. Es entstehen Tränen, intensiver Augenkontakt, Nähe und plötzlich kann es essen und schlafen. Aus einem Kind, bei dem zunächst die Frage im Raum stand, ob es überhaupt für die Kita geeignet sei, wird ein Kind, das spielt, klettert, isst und entspannt schläft. Diese Folge ist eine Einladung, das Weinen unserer Kinder nicht sofort beruhigen zu müssen. Sondern zu verstehen, was ihr Nervensystem gerade braucht – und ob wir Sicherheit wiederherstellen können. Liebe Grüße Desirée Website: www.desireeweber.com Instagram: Instagram.com/zuhause.im.elternsein
Transkript anzeigen
00:00:06: Willkommen zu einer neuen Podcastfolge Zuhause im Elternsein.
00:00:08: Ich bin Désirée Weber und ich habe in den letzten fünfundzwanzig Jahren hunderte weinende Kinder beobachtet, begleitet und beruhigt!
00:00:18: Und dabei hab' ich all die Fehler gemacht, die du dir hoffentlich ersparen kannst nachdem du den Podcast Zuhauses im Elternsein gehört hast.
00:00:27: Und heute möchte ich darüber sprechen, warum aktives Beruhigen bei weinenden Kindern oftmals nicht zielführend ist und was genau dahinter steckt.
00:00:38: Dazu möchte ich euch eine Geschichte erzählen die in den letzten drei Wochen erlebt habe und zwar wisst ihr ja dass ich auch Weiterbildungen und Fallbesprechungen in Kitas anbiete guter Eingewöhnung und wirklich sich viel Zeit nehmen für die Eingewöhnung.
00:01:03: Also diese Kinder nimmt sich vier Wochen Zeit, um das Kind einzugewöhnen welches ich trotzdem nicht im Alltag zurecht fand.
00:01:11: also das Kind hat länger geweint als dass es eigentlich gut für das Kind wäre und die Fachpersonen haben so viel versucht um dieses Kind zu beruhigen, um diesem Kind die Umgebung zu bieten damit es sich im Alltag sicher fühlen kann aber sie kam nicht zum Ziel.
00:01:32: Und ich muss dazu sagen dass diese Fachperson aus dieser Kita wirklich wahnsinnig gut ausgebildet sind.
00:01:39: Die haben ein hohes Wissen, ein hoes Verständnis, ein wahnsinniges Bewusstsein dafür was Kinder brauchen und wir sind immer mal wieder im Kontakt miteinander und ich merke dass diese so liebevollen Menschen wirklich an einem Punkt angelangt sind wo sie nicht mehr wussten was zu tun ist.
00:01:59: Und die Ausgangslage war eigentlich das dieses Kind Das ist ungefähr ein Jahr alt, einfach mehrere Stunden immer mal wieder heftig geweint hat.
00:02:14: Also das Kind hat nicht gespielt es hat fast nichts gegessen Es hat nur immer noch so zwanzig Minuten geschlafen und es war eigentlich kaum war es wieder wach hat es wieder geweint.
00:02:27: Die Mitarbeiter haben dann mit den Eltern abgestimmt, dass das Kind immer mal wieder früher nach Hause gehen kann.
00:02:33: Einfach auch, dass er sich erholen kann, dass es sich wirklich beruhigen kann von dieser für das Kind anstrengende Zeit.
00:02:43: und sie haben mich gerufen und gesagt, ich glaube wir haben hier ein Kind dass nicht ein Kita-Kind ist, das vielleicht eine andere Betreuung benötigt.
00:02:54: Und ich habe gesagt okay lass uns mal das Ganze besprechen und beobachten.
00:03:00: Ich muss dazu sagen in den fünfundzwanzig Jahren in denen ich in der Kita arbeite oder gearbeitet habe, ich arbeite ja nicht mehr aktiv hatte ich einen Kind bei welchem ich die Eingewöhnung wirklich beenden musste, weil ich merkte dieses Kind kommt nicht in der Kita an und heute bin ich davon überzeugt das ich da zu mal, also es ist jetzt etwa fünfzehn Jahre her einfach noch nicht genau wusste wie Kinder wirklich funktionieren.
00:03:30: Und dazu ist einfach wichtig dass wir verstehen, dass Menschen alle Menschen und alle Kinder reagieren nach dem gleichen Prinzip das Nervensystem sicher das eigene Überleben.
00:03:43: Deswegen müssen wir verstehen, wie das Nervonsystem funktioniert und ich werde dir heute einen kleinen Einblick darüber geben warum aktives Beruhigen dem Nerven System nicht hilft sich zu beruhigen und auch sich wieder sicher zu fühlen.
00:03:58: Jedenfalls habe ich in mir tief drin so ein Vertrauen Prozess und in diese überhunderten Kinder, die ich da beruhigt habe, dass wir das hinkriegen.
00:04:11: Aber ich habe gewusst, ich muss zwei drei Dinge beobachten damit ich einschätzen kann was dieses Kind gerade
00:04:19: braucht.".
00:04:20: Und so bin ich angekommen und habe wirklich schon.
00:04:22: von weitem habe ich das Kind weinen gehört und ich bin dann auf die Gruppe gesehen, was sie gemacht haben und Sie haben das Kind auf dem Schoß gehalten.
00:04:33: Sie haben es gestreichelt auf dem Rücken, haben zu ihm gesprochen.
00:04:37: Und trotzdem war das Kind da weinend und zwei drei andere Kinder haben auch geweint.
00:04:44: Ich glaube so dieses ... Das Kind weint und ich habe es ja bei mir im Körperkontakt.
00:04:50: Ich bin ja dabei emotional.
00:04:55: zu beruhigen, das ist so ein frustrierender Moment wenn die ganzen Bemühungen einfach ins Leere laufen weil man wie ja denkt ja was braucht es denn noch damit sich dieses Kind endlich beruhigend kann und auch damit es nicht mehr so einen anstrengenden Alltag erleben muss.
00:05:14: Und ich genade hier setze ich dann jeweils an.
00:05:18: Was braucht es denn noch?
00:05:20: Und meistens haben wir wirklich immer das Gefühl, wir müssen diese Kinder beruhigen und das wird ja auch so gelehrt.
00:05:28: also ich kann mich gut erinnern an die Zeit im als meine Tochter zur Welt kam, hat die Hebamme gesagt.
00:05:35: Ja sie müssen das Kind schaukeln damit es sich beruhigt und ich habe da schon gedacht, da war ich noch nicht so klar auf der genauen Spur.
00:05:45: Das kam ja erst später durch das dass ich auch mit meiner Tochter anstand.
00:05:50: aber Meine Erfahrung ist mittlerweile wirklich, je mehr wir beruhigen wollen, desto weniger können Kinder zur Ruhe kommen.
00:05:59: Und das ist wie vergleichbar... mit einem Piloten, der in Turbulenzen kommt.
00:06:06: Wenn der Pilot während den Turbulänzen im Flugzeug herumläuft und sich ein Glas Wasser nimmt dann wieder sich mit der Stewardess bespricht soll ich jetzt lieber tiefer fliegen oder soll ich umkehren?
00:06:19: Und dann geht er wieder aufs Klo weil er denkt okay vielleicht ist es nachher besser.
00:06:23: und dann kommt er nach hinten und fragt gibt es da noch einen anderen Piloten in diesem Flugzeug, der mir sagen kann wie ich da durch diese Turbulenzen hindurch komme?
00:06:32: dann würdest du dich als Passagier so verängstigt fühlen weil dir denkst ja er hat überhaupt gar nichts im Griff.
00:06:41: Der muss doch einfach jetzt nach vorne gehen und dieses Flugzeug steuern.
00:06:45: Und wenn wir Kinder begleiten sind wir häufig dieser Pilot.
00:06:51: also für unsere Kinder sind wir ihre Überlebensgarantie.
00:06:55: ein Baby überlebt nicht Wenn wir nicht da sind, weil es kann sich nicht selber eine Schale Müsli machen und ein Glas Wasser einschenken und so für das eigene Überleben sorgen.
00:07:07: Deswegen ist das Nervensystem in unseren Kindern und auch in unseren Erwachsenen.
00:07:12: aber im Kindern ist es das Bindungssystem darauf ausgerichtet, dass die erwachsene Person aufmerksam wird wenn etwas nicht in Ordnung ist.
00:07:23: Und wenn die erwachsenen Personen nicht genau weiß was sie tut dann bringt das deinem Kind keine Sicherheit.
00:07:31: und ich kann vielleicht noch ein Beispiel nehmen.
00:07:34: es ist wie wenn du würdest auf den Berg steigen mit einem Bergführer großes Gewitter und der Bergführer ist sich unsicher, soll er jetzt lieber wieder absteigen.
00:07:45: Soll er eine Hütte aufsuchen oder soll er einfach stehen bleiben und warten, ob das Gewitter vorbei ist?
00:07:51: Wenn du aber einen Bergführern hast, der sagt Schaut mal!
00:07:54: Jetzt kommt ein grosses Gewitter.
00:07:57: Das ist jetzt ein bisschen gefährlich.
00:07:59: Da vorne in zwei Minuten gibt es eine Hütte, da gehen wir hin und da sind wir sicher.
00:08:04: dann fühlst du dich doch gleich sicher und dein Körper kann entspannen.
00:08:09: Und genauso ist das bei Kindern wenn ihr den Kindern die Flasche anbieten und dann den Brei anbieten und dann nehmen wir sie auf den Schoß und dann übernimmt vielleicht jetzt in der Kita bei diesem Beispiel eine andere Betreuerin und versucht auch noch das Kind im Wagen zur Ruhe zu bringen, oder?
00:08:26: Dann kommt vielleicht die nächste Betreurerin und sagt ja komm wir versuchen es mal in der Wippe ob vielleicht ist es müde.
00:08:32: Und sie legen das Kind in die Wippen und ich habe das wirklich bei Eltern, bei Fachpersonen immer wieder beobachtet, dass sie halt versuchen herauszufinden was das Kind beruhigt.
00:08:44: Und in dieser Aktivität ist es einfach so, dass sich das Kind nicht beruhigen kann weil wir gar nicht wissen was dieses Kind braucht.
00:08:56: und deswegen ist meine erste Frage immer Was braucht das Kind damit er sich wieder sicher fühlt?
00:09:04: Weil ein aktiviertes Nervensystem, das braucht Ruhe.
00:09:08: Das braucht nicht noch mehr Bewegung oder nicht nochmehr Möglichkeiten weil wenn du dich schon ein bisschen mit dem Nervenystem auseinandergesetzt hast dann ist es so dass ich erkläre es dir ganz einfach dass es einen aktivierten Bereich gibt.
00:09:23: das ist der Bereich wo wir Aktiv sind.
00:09:25: wir bewegen uns, wir müssen einen Bedürfnis erfüllen.
00:09:28: Wir stehen aufs Klo und gehen wieder zurück.
00:09:32: für das brauchen wir ein aktives Nervensystem Und wir haben ein ruhiges Nerven-System wo wir uns erholen Entspannen, wo wir mal ein Buch lesen.
00:09:43: Wo wir kuscheln mit jemandem der uns vertraut ist und in diesen zwei Zuständen wechselt das Nervensystem hin und her.
00:09:52: wenn wir jetzt wollen dass ein Kind sich beruhigt sprich in den ruhigen Teil des Nerven Systems kommt Wir uns aber im aktiven Bereich des Nerventystems aufhalten indem wir herumlaufen und das Kind wippern.
00:10:07: es gibt ja auch so diese Ich weiß nicht, ob ich das richtig benenne.
00:10:11: So diese Elefantenschritte wo man so langsam und so läuft wie ein Elefante.
00:10:17: Also ich habe schon jeneste Videos gesehen und das ist immer ein gut gemeinter Versuch Kinder zu beruhigen.
00:10:23: und ja Kinder beruhigend sich schon irgendwann auch durch Bewegung weil sie einfach müde sind und das Nervensystem loslässt.
00:10:30: aber wenn wir ruhige Kinder wollen dann müssen wir zur Ruhe kommen.
00:10:37: Wir müssen zur Ruhe kommen.
00:10:39: Und das war das, was ich den Fachpersonen dieser Kita, das erste, was sich gesagt habe ist wir müssen zur Ruhi kommen und dann hab' ich eine Fachperson ausgewählt oder eine hat sich gemeldet.
00:10:51: Ich würde sagen es braucht jemandem der das jetzt mit mir macht.
00:10:54: Die Person, die sich im ersten Lehrjahr befindet zur Ausbildung als Fachfrau betreuung hat sich bei mir gemeldet und gesagt ich möchte das gerne machen.
00:11:04: Und diese Person muss ihr wirklich ein großes Lob aussprechen.
00:11:10: Diese junge Frau die bereits in der Ich glaube es war die erste Schulwoche ihrer Ausbildung, hat sich bereit erklärt das zu machen und sie ist mit mir durch diesen Prozess hingegangen.
00:11:21: Wir haben als erstes einen ruhigen Ort ausgesucht weil es gab andere Kinder die geweint haben und dieses Kind konnte sich wie nicht beruhigen auch wenn andere Nervensysteme aktiviert sind.
00:11:36: und es ist einfach so, dass Kinder sich getriggert fühlen durch die anderen Kinder weil das einfach potenzielle Gefahren sind.
00:11:43: Wer weiß schon wenn wir aus der Sicht des Nerven Systems betrachten ob nicht dieses andere Kind mir meine Bezugsperson wegnimmt dann nicht mehr eine Bezugsperson habe, die sich um mich kümmert und ich eventuell dadurch vernachlässigt werde.
00:12:01: Und das macht das Nervensystem automatisch, das müssen Kinder nicht lernen.
00:12:06: Das Nervenystem scannt die Umgebung... Uns kennt immer wieder, ist es hier sicher.
00:12:12: Das heißt wir haben als erstes eine Umgebung der Sicherheit geschaffen weil wir können Ruhe nicht erzwingen.
00:12:19: Wir können nur Bedingungen schaffen in dem Beruhigung möglich ist.
00:12:23: und das ist als erstens dass wir aus dem Raum gingen mit diesem Kind In ein anderes Zimmer.
00:12:28: und ich habe sie Als erstes gefragt hat das Kind gegessen oder muss es schlafen?
00:12:33: Und sie hat gesagt ja Schlafen muss es dann später und essen vielleicht auch, aber es war wie klar wenn das Nervensystem aktiviert ist und das Kind weint kann.
00:12:44: Es wird schlafen nach Essen.
00:12:45: deswegen war mein erster Gedanke wir müssen dafür sorgen dass dieses kind eine Umgebung erhält damit das Kind zur Ruhe kommen kann.
00:12:54: Und dann habe ich zu ihr gesagt hol dir einen bequemen Stuhl, am besten einen Sessel und dann setzt du dich dahin so dass es für Dich möglichst bequem ist weil wir müssen mit unserem Nervensystem zuerst Ruhe bekommen damit wir die Ruhe auf unsere Kinder übertragen können.
00:13:14: Und wenn ein Kind weint kann das einem moment dauern bis ich sich diese Beruhigen, vor allem wenn es das Gefühl von Sicherheit bis jetzt in dieser Form noch nicht erleben konnte.
00:13:25: Ich habe gesagt stelle dich auf eine halbe Stunde ein.
00:13:27: wir setzen uns jetzt hier hin und werden dieses Begleit dieses Weinen des Kindes begleiten.
00:13:33: und sie hat sich dann hingesetzt den Schoß nehmen und ich habe gesagt, ja ok dann machen wir das.
00:13:42: Und der Junge wollte immer wegkrabbeln irgendwo anders hin und ich hab gesagt schau mal dass du den Jungen bei dir behalten kannst, dass du ihm wirklich zeigst.
00:13:50: wir sind jetzt hier und dieser Ort ist sicher weil wenn du den Ort immer wieder wechselst wenn dein Kind weint Suggerierst du seinem Nervensystem, hey!
00:14:02: Hier ist es nicht sicher.
00:14:03: Deswegen wechseln wir den Platz und wenn wir wollen dass sich ein Kind sicher fühlt sei das im Bett, bei den Großeltern, in der Gita, am Boden beim Spielen dann müssen wir uns da hinsetzen und ihm so mit signalisieren Hey hier ist es sicher schau mal was er hier alles hat.
00:14:23: Und das hat sie dann gemacht.
00:14:25: Der Junge hat fest geweint und ich habe gesagt, du musst so wenig wie möglich tun in dieser Phase des Weinen.
00:14:34: Nervensystem aktiviert und das Kind hat versucht mit seiner Aktivität die Bezugsperson dahin zu bringen, dass es sich bewegt.
00:14:42: Dass es in Bewegung kommt weil das ist das was er kennt und was ihm vermeintlich Sicherheit bringt.
00:14:49: aber das ist ja nicht das was Kinder beruhigt sondern das was kinderaktiv am Weinen hält.
00:14:55: wenn wir uns zu viel bewegen wenn die Kinder weinen auf jeden Fall hat das Kind Auf jeden Fall hat das Kind geweint und ich habe die Lehrfrau immer wieder gefragt, ja kannst du noch?
00:15:08: Bist du noch dabei bist du noch präsent hältst du es noch aus.
00:15:12: Und das ist so ein wichtiger Faktor.
00:15:14: auch wenn Du merkst dass Du Deines Weinen Deines Kindes nicht mehr aushältst dann hol Dir bitte Hilfe weil Du musst als erstes das Weinen deines Kindes halten können.
00:15:26: Weil ansonsten, es ist wie wenn der Pilot die Turbulenz nicht aushält weil er so Angst hat dann ja sind wir alle verloren dahinten auf Reihe.
00:15:36: Reihe zwölf Sitz A sind wir verloren wenn der Pilott vorne Angst hat vor den Turbulenzen.
00:15:42: deswegen Wenn du das nicht halten kannst was völlig normal ist ich konnte das am Anfang auch nicht weil ich einfach nicht gewusst habe was genau passiert.
00:15:52: und Jetzt bin ich mir so im Klaren darüber, wir müssen beobachten.
00:15:55: Was braucht das Kind?
00:15:56: Okay, das Kind braucht Sicherheit!
00:15:58: Wie begleite ich okay?
00:15:59: Wir halten das jetzt und dann passiert etwas ganz Spannendes.
00:16:04: Das Kind hat sich beruhigt und dann kommen diese Atemzüge wo das Kind und das Nervensystem anfangen sich zu beruhigen.
00:16:15: Und das passiert automatisch, und das musst du nicht aktiv herbeiführen, weil schon das Wort aktiv beruhigend ist also schon ein Widerspruch in sich!
00:16:25: Du kannst ja nicht aktiv sein und beruhigt.
00:16:27: gleichzeitig deswegen... Das Nervenystem lässt los wenn er sich sicher fühlt Und ich habe dann beobachtet wie plötzlich Tränen flossen und das ist für mich immer ein Zeichen, okay wir sind auf dem richtigen Weg.
00:16:40: Weil das Kind hat vorhin geweint aber ohne Träne.
00:16:43: das Tränern flossen.
00:16:45: Das heißt es war einfach... Es wollte die Situation aktiv verändern weil sich unsicher fühlte aber es konnte sich nicht dabei entspannen.
00:16:54: und wenn die Träden kommen gibt es ja so diese... Ja diese Idee dass in den Trädern Cortisol abgebaut wird, also dass der Körperkortisol das Stressamon ausschwemmt durch die Tränen und dann weiß ich immer okay jetzt sind wir auf dem richtigen Weg und das Kind hat sich von alleine beruhigt.
00:17:13: Und dann war so spannend, dann war dieser ganz intensive Augenkontakt da zwischen dem Kind und der Person, der Lehrperson die das gemacht hat.
00:17:25: Und das Kind war so versunken in den Augen dieser Frau... Da kommen mir immer ein bisschen die Tränen und auch jetzt wenn ich das wieder so erzähle denke ich mir wow wir müssen genau da hin!
00:17:40: Wir kommen nur an diesem Punkt wenn wir uns das andere trauen Wenn wir uns trauen diese Tränen und dieses Weinen zu halten, ohne es aktiv beruhigen zu wollen.
00:17:53: Dann kommen wir an diesen Punkt wo dieser Kontakt plötzlich möglich ist.
00:17:58: Und das Kind hat nachher ihm es doch gefesthalten gegessen.
00:18:04: Es hat gegessen Das erste mal richtig gegessen und es hat dann auch geschlafen und es war so schön zu sehen wie entspannt Kinderkörper war.
00:18:19: Das Kind hat sich richtig angeschminkt und hat gewisse Glasses auf deinem Arm einschlafen, das Kind hat jetzt viel gearbeitet und du auch.
00:18:25: Und dieser Kontakt der war so selig es war so etwas heilsame, so etwas ganz Zartes und ich habe wieder Tränen in den Augen wenn ich das erzählen muss weil es ist einfach... Ich will dass ihr dahin kommt!
00:18:42: Dass wir alle da hinkommen mit unseren Kindern, dass das möglich ist und die Rückmeldung wie es nachher weiter ging mit diesem Kind.
00:18:51: Das war so... Ich weiß nicht.
00:18:55: ich will nichts mehr anderes tun als Babys beruhigen.
00:18:58: also bringt mir diese Babys wenn ihr Babys habt die Weinen bringt diese Babies zu mir weil ich denke mir was gibt es schöneres?
00:19:07: Was gibt es schöneres?
00:19:10: weinende, schreiende, wütende Kinder zu berücken.
00:19:13: Für mich gibt es nicht schönere.
00:19:14: Ich weiß für euch ist das der Horror aber für mich gibt's wirklich nichts Schöneres als diese Momente immer und immer wieder zu sehen wo dieser Kontakt so intensiv ist Und die Rückmeldungen waren so krass.
00:19:27: Also die Mitarbeiterinnen haben mir geschrieben und mir eine Sprachnachricht gemacht.
00:19:33: Es ist so krasser Das Kind spielt!
00:19:37: Es ist entspannt obwohl es vorher immer so eine angespannte Körperspannung hatte.
00:19:44: Es klettert umher, es zieht sich hoch und es hat letzten sogar eine Stunde geschlafen Und das Kind war nach einer Woche krank dazwischen und alle hatten wirklich Schiss, dass wir wie wieder von vorne beginnen.
00:20:04: Ich habe gesagt ich komme an diesem ersten Tag wieder wo das Kind wieder da ist und es hat mich nicht gebraucht!
00:20:13: mit so wenig Veränderungen einfach immer und immer wieder so viel erreichen können.
00:20:19: Und ich habe das jetzt wirklich schon so oft beobachtet, und in mir drin ist zu dieses ganz tiefe Vertrauen dass wir alle da hinkommen können egal wie die Umstände sind.
00:20:32: und von außen hat es wirklich ein bisschen so ausgesehen als wäre dieses Kind nicht für die Kita geeignet.
00:20:39: aber Nachdem ich gesehen habe, wie der Kontakt möglich ist mit dieser Lehrfreie und nachdem sie es so toll begleitet hat, habe ich gewusst doch dieses Kind kann das.
00:20:53: Und ... Der Schlüssel warum dass das einfach so wunderbar jetzt funktioniert, ist einfach dieses wahnsinnig engagierte Team.
00:21:03: also ich muss wirklich nochmals ein Kränzle Binde sagt man in der Schweiz, ihr könnt wirklich stolz darauf sein dass ihr dieses Kind so unterstützt habt das es möglich ist dass dieses Kind einfach jetzt auch ein Kinderkind sein kann.
00:21:23: und das Tolle an dem was ich mache ist ja immer dass sich auf das Nervensystem achte.
00:21:32: Das Nervensystem ist einfach der gemeinsamen Nenner von allen Kindern, von allen Menschen.
00:21:38: Wenn wir wissen wie das Nervenystem funktioniert dann können wir viel besser einordnen was es gerade braucht.
00:21:45: und dieses Beobachten zu können ist die Grundlage dafür, dass wir nicht mehr so verwirrt sind wenn unser schreiendes Kind vor uns steht und wieder ein Stück Schokolade aus dem Kasten haben will oder wenn ein Kind in der Kita nicht ankommt.
00:21:59: Oder wenn ein kind bei den Großeltern einfach weint und nicht ankommen kann egal was es ist Wir müssen auf das Nervensystem achten und die Umgebung schaffen, damit dieses Nervensystem sich sicher fühlen kann.
00:22:16: Und das ist viel einfacher als das wir immer denken!
00:22:21: Wenn du heute gelernt hast ja dieses Nervensystem es gibt einen aktiven Bereich, es gibt einem ruhigen Bereich und wir müssen wenn wir Kinder weinen die wir aktiv beruhigen wollen, was wir nicht tun, dann müssen wir in die Ruhe kommen.
00:22:37: Und genau so ist es.
00:22:38: aber wenn wir Kinder, die etwas tun müssen, da müssen wir nicht noch mehr beruhigend, noch mehr atmen und meditieren, dass wir alle ruhiger bleiben.
00:22:48: Da müssen wir das aktive Nervensystem investieren.
00:22:54: Dazu glaube ich, mache ich direkt eine nächste Folge.
00:22:58: Da könnt ihr schon mal gespannt sein drauf damit es einfach auch ein stimmiges Bild gibt für dich.
00:23:03: und wenn du jetzt merkst ja hey scheiße mein Kind weint sehr häufig und ich habe alles versucht und irgendwie funktioniert nichts.
00:23:12: und ich bin verwirrt weil ich doch all diese Tipps aus den Büchern anwende.
00:23:17: dann schreib mir.
00:23:19: Schreib mir und lass dich begleiten!
00:23:21: Und lass einfach diese Ruhe in deine Familie einziehen, in deine Kita einziehen weil es ist möglich egal wie die Ausgangslage ist.
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